Erster Höhepunkt der Judenverfolgung war die Reichsprogromnacht  vor 80 Jahren- auch  in Flensburg-Weiche, direkt vor unserer Haustür: Das auf dem heutigen Stiftungsland liegende  Gut Jägerslust, eine Art Kibbuz , in dem  junge Menschen auf  die Emigrantin  nach Israel/ Palästina vorbereitet  wurden, wurde von  NS-Männer überfallen, die Bewohner  vertrieben , später  z.T.  in KZ`s ermordet. Wir stellen unseren Gottesdienst am 11.11.  unter das Thema: "Wer den Augapfel Gottes antastet" nach dem Prophetenwort aus Sacharia 12:  " Denn so spricht de Herr.... zu den Völkern, die euch berauben:  Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an" . In seiner Predigt wird Pastor Vetter  die historischen Ereignisse in unser Stadt in   biblische und  aktuelle Zusammenhänge stellen.

Zu 14 Uhr   laden  "Weiche, wo sonst", Kirchengemeinden und jüdische Gemeinde zu einem  "stillen Gedenken" an den Tatort im Stiftungsland ein. Neben Gebeten  der jüdischen Gemeinde und  Lesungen aus  hebräischen Bibel  wird auch  Daniel Abraham ( USA), ein Sohn der damals vertriebenen Familie, an die damaligen Geschehnisse erinnern und  einen Baum pflanzen.  Im Anschluss gibt es einem Empfang  im dänischen Versammlungshaus im Alten Husumer Weg  220.

Die Stadtteilinitiative "Weiche wo sonst"  hat in den Letzen Monaten  mit viel Einsatz dafür  gesorgt, daß  über diese Verbrechen  "kein Gras wächst". Neue Info-Tafeln wurden  an Ort und Stelle installiert.  Ein  Spaziergang  lohnt sich immer.