Ordination in der Arche Flensburg

Am 21. Oktober wurde Marcus Hübner  zum Pastor im Mülheimer Verband freikirchlich-evangelischer Gemeinden ordiniert. Die Ordinationshandlung wurde von Präses Ekkehart Vetter durchgeführt, der auch die Festpredigt hielt. Er zeigte am Beispiel Gideons, dass Gott sehr normale Menschen beruft, die sich ihrerseits oft der vor ihnen liegenden Aufgabe gar nicht gewachsen fühlen.  Die Geschichte vom Kampf gegen die Übermacht der Midianiter in Richter 6 mache deutlich, dass es nicht zuerst auf persönlichen Einsatz und Können, sondern auf Gehorsam und Vertrauen in Gottes Wort und Weisungen ankomme.

Marcus Hübner hat als Teenager Kontakt zum Mülheimer Verband in der Jugendgruppe der Andreasgemeinde in Osnabrück bekommen. Nach dem Abitur hat seinen Bachelor in Theologie an der Freien theologischen Akademie in Gießen gemacht, anschließen mehrere Praktika im In- und Ausland (England, Indien) absolviert und zum Abschluss seinen Master erworben. Während seiner theologischen Ausbildung war er in der Anskar –Kirche Wetzlar beheimatet. Er hat sich um ein Vikariat direkt bei der Leitung des Mülheimer Verbands beworben, die ihn der Arche Flensburg empfohlen hat.

Schon 4 Wochen vor der Ordination wurde Marcus von der gesamten Gemeinde mit 99 % Zustimmung zum künftigen leitenden Pastor zunächst für die nächsten 6 Jahre gewählt. Auf Vorschlag der Gemeindeleitung wird er leitender Pastor der Arche Flensburg ab seiner Ordination.

Seniorpastor Manfred Vetter machte im Ordinationsgottesdienst in einer kleinen Performance am Bild eines Staffellaufs deutlich, wie die Übergabe von Leitungsverantwortung – nicht nur im Blick von Seniorpastor zu Juniorpastor – optimaler Weise von Statten geht. Leitungsverantwortung müsse auch übergeben werden in anderen Arbeitsbereichen, im beruflichen Umfeld oder von Eltern zu Kindern. Für ihn bedeutete eine konsequente Leitungsübergabe auch, im letzen Jahr seiner hauptberuflichen Tätigkeit nicht mehr regelmäßiges Mitglied des Gemeindeleitungsteams sein zu wollen, das er 37 Jahre geleitet hätte. Die passive Phase seiner Altersteilzeit – und damit der „gefühlte Rentenbeginn“ ist der 1.11.2019. Bis dahin sei noch eine Menge Arbeit zu bewältigen. Unter anderem plant die Gemeinde im nächten Jahre ihre Raumkapazitäten für Kindergarten und Gemeinde mit einem großen Anbau nahezu verdoppeln.

Manfred Vetter